Interviews

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„Die Menschen müssen wieder Lust kriegen, Dinge auszuprobieren.“

Das Impuls-Netzwerk Sachsen-Anhalt im Gespräch mit Urte Koch, „Social Entrepreneur“, Mitgründerin des Kindergartens „Au clair de la lune“ und Unterstützerin einer Montessori-Gesamtschule in Magdeburg.

 

"Ich will Menschen miteinander vernetzen."
"Ich will Menschen miteinander vernetzen."

Impuls: Könnte man Sie als typischen „Social Entrepreneur“ bezeichnen? Welche Vision verfolgen Sie?

Urte Koch: Ich denke schon. Das bestätigt die Gründung der deutsch-französisch-bilingualen Kindertagesstätte im Jahr 2002 einerseits und mein Engagement der letzten Jahre in Vorbereitung der Eröffnung einer Montessori-Gesamtschule sowie in weiteren gemeinnützigen Trägervereinen andererseits. Meine große Stärke ist und war es schon immer, dass ich Menschen, die eine tolle Idee haben, darin bestärke, sie auch zu verwirklichen. Dabei ist mir vor allem wichtig, dass sie mich davon überzeugen, es selbst zu wollen.  Außerdem will ich Menschen miteinander vernetzen. Jeder Einzelne ist mit seinen Erfahrungen so wertvoll.

„Ich habe einen starken Drang, mich selbst zu verwirklichen.“

Das Impuls-Netzwerk Sachsen-Anhalt im Gespräch mit Martin Hummelt, Existenzgründer und Geschäftsführer der Eventmarketingagentur „freshpepper“.

 

Martin Hummelt: "Ich habe einen starken Drang, mich selbst zu verwirklichen"
Martin Hummelt: "Ich habe einen starken Drang, mich selbst zu verwirklichen"

Impuls:  Im Jahr 2008 gründeten Sie mit „freshpepper“ ihre eigene Marketingagentur, organisieren seitdem eigene Veranstaltungen und die Ihrer Kunden. Wie ist die Idee dazu entstanden? Gab es vorher schon Erfahrungen in diesem Bereich?
Martin Hummelt: Am Anfang war an eine richtige Agentur noch gar nicht zu denken. Ich habe in der Schule und später beim Studium immer mal wieder Partys für meine Freunde und mich veranstaltet, einfach weil es mir Spaß und Freude gemacht hat, die Menschen zusammenzubringen. Das fing im kleineren, privaten Rahmen mit 50 bis 100 Leuten an. Durch positive Mundpropaganda wuchs die Nachfrage jedoch schnell, die Veranstaltungen wurden größer und professioneller. Die erste „offizielle“ Veranstaltung, sprich mit amtlicher Genehmigung, fand dann mit dem „Osterrocken“ 2004 im „Alten Theater“ statt. In der Folge habe ich dann weitere Konzerte und die beliebten Blade-Nights organisiert, aber immer noch hauptsächlich aus Spaß an der Freude neben dem Studium. Es entstanden immer neue Ideen, man traf viele Leute, knüpfte Kontakte, aber einen konkreten Plan für eine eigene Agentur gab es erstmal noch nicht.

n/v

»Als Gründer sieht man sich ständig mit neuen Herausforderungen konfrontiert, die es zu meistern gilt«

Das Impuls-Netzwerk im Gespräch mit Sabine Gassmann, Impuls-Gründerin und Geschäftsführerin der Schneiderei Contessia.

»Ich würde jederzeit noch einmal gründen, da ich das abwechslungsreiche Arbeiten und die freie Zeiteinteilung sehr schätze.«

Impuls Als Sie vor fast drei Jahren Contessia gründeten, haben Sie Ihren langjährigen Traum von einer eigenen Schneiderei verwirklicht. Wodurch zeichnet sich Ihre Stellung am Markt jetzt, fast drei Jahre nach dem Markteintritt, aus?

Sabine Gassmann Der Wettbewerb hat sich im Verlauf der letzten zwei bis drei Jahre eigentlich kaum geändert, jedoch ist meine Stellung auf dem Markt jetzt eine andere. Angefangen hat alles damit, dass ich zunächst für mich selbst Kleider nach meinen eigenen Entwürfen angefertigt habe. Diese sind in meinem Bekanntenkreis sehr gut angekommen und der nächste Schritt war, dass ich auch für Freundinnen Kleider genäht habe. In dieser Zeit entstand die Idee, sich mit einer eigenen Schneiderei für professionelle Tanzkleider selbstständig zu machen. Ich entschied mich jedoch dazu, zunächst mein Betriebswirtschaftsstudium an der Hochschule Anhalt (FH) zu beenden und führte während der letzten zwei Jahre das Unternehmen bereits während meines Studiums. Die Gründung neben dem Studium hat sich im Nachhinein als großer Vorteil erwiesen, da ich so die Möglichkeit hatte, ohne großes Risiko Referenzen zu sammeln und den Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Die ersten Maßanfertigungen und Beratungen nahm ich von zu Hause aus vor, als Anfangsinvestition genügte eine Näh- und Stickmaschine. Im Oktober diesen Jahres erfolgte der nächste Schritt in Richtung Selbstständigkeit, und ich betreibe Contessia nun hauptberuflich. Mein Kundenkreis ist jetzt größer als noch während meines Studiums und folglich werde ich am 17. Januar 2009 um 16.00 Uhr mein erstes eigenes Atelier in der Gutenbergstraße 18 eröffnen. Neben einem Verkaufsraum und einem Arbeitsraum wird es auch einen Laufsteg geben, auf dem Schaufensterpuppen die neusten Kleider ausstellen.

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